Wandern auf Kreta

Wandern ist bei sehr vielen Gästen sehr beliebt. Die beste Jahreszeit zum Wandern hier auf Kreta ist sicher im Frühjahr (April bis Juni) oder aber wieder im Herbst ab Ende September. Im Frühjahr blühen unendlich viele wunderschöne Wildblumen

Die Wanderwege sind von sehr unterschiedlicher Qualität und auch in ihrer Kennzeichnung sicher eher "griechisch-lässig" als "deutscher-alpenverein-sicher". Am beliebtesten sind Wanderungen entlang der Südküste Kretas und im Hochgebirge (in den Weißen Bergen, Lefkaori). Die höchsten Berge Kretas sind circa 2500 Meter hoch und bieten durchaus alpinen Charakter.

Fernwanderweg E4

Der an vielen Stellen gut beschilderte europäische Fernwanderweg E4 führt mehrere 100 Kilometer durch ganz Kreta von Ost nach West. Vor allem die Abschnitte in den Weißen Bergen sind bei Wanderern beliebt. Der Wanderweg ist durch gelbe Schilder markiert

Pfade an der Südküste

Die 17 km lange Küstenwanderung von Sougia nach Paleochora führt vorbei an den antiken Ausgrabungen von Lissos, an schroffen Felsen und schönen Stränden

Sougia mit der Agia Irini Schlucht

Viele müde Wanderer aus der Samaria-Schlucht kommen hier wieder mit dem Boot an. Für die organisiert Reisenden stehen die Busse bereit und bringen sie zurück in ihre Unterkünfte. Für jeden, der hier die Nacht verbringt, kann es am menschenleeren Strand und den kleinen Tavernen am Strand zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Erfahrene Wanderer können hier eine Tageswanderung nach Paleochora unternehmen. Wer Zeit hat, sollte mit dem Bus oder Taxi zum Ausgangspunkt der Agia-Irini Schlucht fahren und die Schlucht durchwandern. Sie ist sehr eindrucksvoll.

Samaria Schucht

Diese Schlucht ist mit 18 km die längste Schlucht Europas und liegt in den Weißen bergen. Die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Schlucht ist witterbedingt i.d.R. von Anfang Mai bis Ende September geöffnet. Mit Einsatz der ersten Regenfälle im Herbst wird sie wegen Rutschgefahr direkt geschlossen. Es empfiehlt sich die Wanderung als Tagesausflug zu buchen. Der Bus fährt zur Omalos-Hochebene, von dort startet die 36 km lange Wanderung immer abwärts bis Agia Roumeli. Ein Schiff bringt die Gäste dann wieder nach Sfakia oder Sougia, wo der Bus dann wartet. Für Kinder unter 10 gänzlich abzuraten, da eine tagestour z.B. von Matala aus von mrogens um 5 Uhr bis nachts um 23 Uhr dauert und die reine Gehzeit ca 7 Stunden beträgt!

Imbros-Schlucht

Eine der schönsten Strassen Kretas, ist die Verbindung von Vrisses (Höhe Georgioupolis) bis nach Chora Sfakion an der Südküste. Sie fahren durch Kiefernwälder, Schluchten, steile Pässe bis zu diesem, von hohen Bergen umgeben Plateau. Hier beginnt der Einstieg in die Imbrosschlucht. Diese ist auch mit Kindern ab 7 Jahren zu bewältigen. Die Askifou Hochebene ist auch eine beliebtes Ziel von Mountainbikern mit atemberaubender Abfahrt an die Südküste. Wer nicht schwindelfrei ist und keine Serpentinen mag, sollte allerdings die Tour meiden.

Panorama-Strasse Frangokastello nach Plakias

Die Straße führt entlang der imposant aufsteigenden Berge. Sie schlängelt sich entlang abgelegener Dörfer, wo die Einheimischen ihrer traditionellen Beschäftigung nachgehen. Viehwirtschaft und Handwerk. Jedes zweite Dorf eignet sich als Postkartenmotiv. Die Abgeschiedenheit und Einfachheit dieses Lebens ist für uns Großstädter mehr als fremd.

Klöster Preveli

Hoch über dem libyschen Meer erbautes Kloster aus dem 17. Jahrhundert. Das alte, heute verlassene Kloster Kato Preveli ist ebenfalls ein Besuch wert. Lohnenswert ist auch der Abstieg in die Palmenschlucht.

Spili

Der herausgeputzte Ort und Vorzeigedorf im Süden der Insel lohnt sich für einen Besuch am Rande des Idagebirges. Größte Attraktion ist der venezianische Brunnen mit seinen 19 Löwenköpfen. Aber auch die kleinen verwinkelten Gassen mit einigen sehr schönen schattenspenden Tavernen laden ein.

Festos

Im Gegensatz zur bekanntesten minoischen Ausgrabung -Knossos- , ist der Palast von Festos (oder Phaistos) nur sehr behutsam restauriert worden. Vielleicht nicht ganz so Plakativ wie Knossos, dafür aber um so authentischer und der Fantasie kann freier Lauf gelassen werden. Unbedingt den kleinen Reiseführer am Eingang kaufen, der die einzelnen Säulengänge etc. wunderbar erklärt. Auch allein der Blick in die Messara Ebene lohnt schon einen Ausflug hierher - und wer es noch ein wenig heimeliger mag, fährt 3 km weiter nach Agia Triada, fast noch ein wenig schöner als Festos. Für alle Knossos - Festos und Agia Triada - Besucher ist das Buch eines Geologen "Wohin der Stier Europa trug" eine sehr interessante ANDERE Sicht auf die vermeintlichen Königspaläste

Agia Galini

Agia Galini ist ein kleiner, aber umso lebhafterer Ort an Kretas Südküste. Einige Straßen sind verkehrsberuhigt, ein kleiner Hafen rundet das Bild ab. Der schöne Strand ist nur wenige Gehminuten vom Ort entfernt. Im Sommer kann es hier sehr heiß werden.

Lentas

Das kleine Örtchen Lentas ist ein Ziel für Individualisten. Allein die Anfahrt ist schon imposant. Eine Handvoll Häuser liegen am Fuße eines steil aufragenden Berges der Südküste. Man ist unter sich. Westlich vom Ort befindet sich ein wunderschöner Sandstrand mit einigen Tavernen. Schon seit der Antike ist Lentas bekannt für sein gutes Trinkwasser. Heilkräfte sollen von ihm ausgehen.

Panorama-Straße Matala nach Mirtos

Bilder wie dieses oben begleiten Sie auf einer der eindrucksvollsten Straßen an Kretas Südküste. Wer Zeit und Geld für ein Motorrad übrig hat, sollte diese Strasse einmal fahren. Hinter jeder Kurve verbirgt sich ein kleines Naturwunder. Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Melancholie - besser läßt sich die Landschaft nicht beschreiben. Die fruchtbare Messaraebene geht über in karge, steinige Landschaften und der Blick zielt immer automatisch auf das tiefblaue Lybische Meer.

Ierapetra

Ierapetra ist die südlichste Stadt Europas. Sie ist umgeben von unzähligen Gemüseanbaugebieten. Viele unserer Früchte werden hier angebaut. Die Temperaturen sind im Sommer afrikanisch heiß, im Winter herrlich mild. Aushängeschild der Stadt ist die Uferpromenade. Die eigentliche Stadtsubstanz ist weniger attraktiv. An die Herrschaft der Venezianer erinnert ein Kastell, an die Türken eine Moschee in der Altstadt, dem ehemaligen Viertel der Türken. Mitten im Ort ist der lange Sandstrand. Der Strand besteht meistens aus grauem Sand und kleinen Kieseln. Am Abend entwickelt die Stadt aber ihren eigenen Charme. Die schöne Promenade und Tavernen aller Art laden zum Verweilen ein.

Zaros

Der Ort liegt am Fuße der Rouwas-Schlucht und ist besonders bekannt durch seinen Wasserreichtum und seine, auf Kreta einzigartige, Forellenzucht. Über dem Ort liegt der mit einem Rundgang versehene, sehr schöne Quellsee, aus dem die Forellenbecken mit frischem Süßwasser versorgt werden. Das frische Bergwasser wird auch kommerziell genutzt und in Flaschen als (ausgezeichnet schmeckendes) Trinkwasser abgefüllt. Die Wanderung in die Rouwas-Schlucht geht entlang an vielen Wildkräutern (Weihrauch ist hier auch zu finden). Bis zum Kloster auch eine schöne Wanderung mit Kindern


Gehbehinderungen, Sehbehinderungen und Rollstuhlfahrer

Südkreta ist sicher nicht der einfachste Ort für Geh- oder Sehbehinderte. Gehsteige gibt es eher nur in der Ausnahme, mit Löchern auf dem Weg und ein ewiges Bergauf und Bergab muss hier einfach in Kauf genommen werden. Wenn jemand in den Pool möchte, dann ist das oft schwierig, da nur seitlich eingehängte Treppen hineinführen oder aber Stufen ohne Geländer

Spazieren am Strand ist eher kein Problem, da hier weitläufige Sandstrände (Komos) sind. Und Taxis fahren gerne auch mal diese kurzen Strecken (nicht unbedingt im Hochsommer, aber in den Nebensaisonzeiten)

Die öffentlichen Busse fahren in einiger Regelmäßigkeit alle Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung an, ansonsten gibt es in Matala das MONZA, über das organisierte Touren angeboten werden.

Das Hinterland von Pitsidia und Matala ist auch gut mit einer leichten Gehbehinderung zu erobern, es gibt hier ausgedehnt Wege durch ein wunderschönes Gelände (vor allem im Frühjahr, wenn die Wildblumen blühen)